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Gremium: Ausschuss für Bildung, Sport, Soziales und Kultur Sitzung: 18.06.2025

Sitzung

Dieses Dokument stammt aus der Sitzung Ausschuss für Bildung, Sport, Soziales und Kultur vom 18.06.2025.

Textauszug

S t a d t S c h m a l l e n b e r g Vorlage Nr. X/1219 Datum: 26.05.2025 Vorlage der Verwaltung für: Abstimmergebnis Ja Nein Enth. Ausschuss für Bildung, Sport, Soziales und Kultur X öffentliche Sitzung nichtöffentliche Sitzung Dezernat: Amt: Sachbearb.: II Amt für Bildung. Kultur und Sport/Archiv Herr Keske Beteiligte Ämter: Sichtvermerk: I II III gesehen: Amt für Bildung, Kultur und Sport TOP: Verlegung neuer Stolpersteine Produktgruppe: 25.01 Heimatpflege und Kulturförderung, Museen 1. Beschlussvorschlag: Der Ausschuss für Bildung, Sport, Soziales und Kultur befürwortet die Verlegung weiterer Stolpersteine und beauftragt die Verwaltung die dafür erforderlichen Schritte durchzuführen. 2. Sachverhalt und Begründung: 2012 wurden bereits 36 Stolpersteine für die ermordeten Jüdinnen und Juden aus Schmal- lenberg verlegt. Aber nicht nur die jüdischen Mitbürger aus Schmallenberg sind Opfer von Verfolgung und Ermordung durch das Nationalsozialistische Regime geworden. Zwei Opfer- gruppen, welche aktuell in den Fokus der historischen Forschung gerückt sind, sind die so- genannten „Krankenmorde“ im Zuge der „Euthanasie“ und die Verfolgung und Ausgrenzung von Sinti und Roma. Beides hat auch in Schmallenberg stattgefunden. Der Deutsche Bundestag hat im Januar 2025 einen Antrag von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP angenommen, in dem klar festgestellt wurde „[…] dass die Opfer der NS-´Euthanasie‘ und die Opfer von Zwangssterilisation als Verfolgte des NS-Regimes anzuerkennen sind“. Auch forderten die Parteien eine Aufarbeitung der Thematik und der Schicksale der Opfer. Durch Unterlagen im Archiv der Pfarrgemeinde St. Alexander und wei- tere Recherchen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe konnten mindestens 12 Perso- nen identifiziert werden, die nach 1933 sterilisiert, (zwangsweise) in Anstalten eingewiesen oder sogar ermordet worden sind. Von diesen Personen wurden fünf im Rahmen der „Aktion T4“ im Jahre 1941 in hessische Anstalten deportiert und ermordet. Eine ...