Historie
Bebauungsplan Nr. 171 "Schiefergrube Magog"
Bebauungsplan Nr. 171 "Schiefergrube Magog"
39. Änderung des Flächennutzungsplanes & Anliegergemeinschaft Schieferweg, Bad Fredeburg
Worum geht es?
Der Betrieb
Die Schiefergruben Magog GmbH & Co. KG betreibt in Bad Fredeburg im Bereich "Hemmeske" eine Schiefergrube. Das Gelände liegt im Bebauungsplan Nr. 36 "Weißer Stein II" von 1984. Die dort festgesetzte Industriefläche ist durch den realen Betrieb längst überschritten.
Die Erweiterung
Im Februar 2021 stellte Magog erstmals einen Antrag auf Erweiterung nach Südwesten. Die Schieferabraumhalde soll abgetragen, das Gelände aufgefüllt werden. Die Bezirksregierung Arnsberg empfahl einen komplett neuen Bebauungsplan Nr. 171 statt einer Änderung des alten. Parallel muss der Flächennutzungsplan geändert werden: Wald wird zu Gewerbefläche.
Der Konflikt
Die Erweiterungsfläche grenzt direkt an die Wohnbebauung im Schieferweg. Ein Waldstreifen, der als Puffer diente, ist durch Sturmereignisse großteils zerstört. Anwohner befürchten Lärm, Staub und Wertminderung ihrer Häuser. Das Gebiet liegt zudem im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge.
Die Beschlüsse
Im März 2024 beschloss der Bezirksausschuss Bad Fredeburg nach kontroverser Sitzung mit Vortrag der Anwohner in geheimer Abstimmung die Aufstellungsbeschlüsse (9:3 bzw. 10:2). Im Technischen Ausschuss scheiterte ein Absetzungsantrag. Die Stadtvertretung fasste am 21.03.2024 die endgültigen Beschlüsse.
Anregungen der Anwohner
Die Anliegergemeinschaft Schieferweg forderte u.a. Wiederherstellung des Waldschutzes, ein Restschieferkonzept und die Verlagerung der Erweiterung nach Nordosten. Der Punkt wurde im April 2024 von der Tagesordnung genommen, da das beschlossene Mediationsverfahren den Antrag "dem Grunde nach erledigt" habe.
Aktueller Stand
Seit März 2024 läuft ein Mediationsverfahren zwischen Magog und der Anliegergemeinschaft. Ein Abschluss oder Ergebnis ist öffentlich nicht dokumentiert. Das Bauleitplanverfahren ist inzwischen weiter fortgeschritten: Stand Januar 2026 befindet es sich in der Vorbereitung zur Offenlage, Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung werden ausgewertet und weitere Gutachten erstellt.