Anlage 1 zur Vorlage X/169

Gremium: Stadtvertretung Sitzung: 25.03.2021 TOP 20: Beitritt der Stadt Schmallenberg zur Organisation "Seebrücke"- Antrag der Ratsfraktion Die Partei

Sitzung

Dieses Dokument stammt aus der Sitzung Stadtvertretung vom 25.03.2021.

Textauszug

Anlage 1 zur Vorlage X/169 57392 0151 / 10472006 Die FRAKTION Sehr geehrter Bürgermeister, sehr geehrte Ratsmitglieder, hiermit stellen wir die Die Partei den Antrag, dass die Stadt Schmallenberg sich der Organisation Seebrücke anschließt und somit zu einem „Sicheren Hafen“ erklärt. Auch in der Corona Pandemie, dürfen wir nicht vergessen, dass es immer noch Menschen gibt die sich aus Verzweiflung, durch Unterdrückung, Minderheiten Verfolgung, Krieg oder einfach an den Glauben an ein besseres Leben, auf den gefährlichen Weg nach Europa machen. Besonders der Weg über das Mittelmeer ist gefährlich. Trotzdem hält es die Menschen nicht davon ab, als Nichtschwimmer, in etwas zu steigen was ich nicht als Boot bezeichnen will, weil es zu mal oft einfach nur aus LKW-Planen und Fässern bestehende Schwimmhilfen sind. Da diese untauglichen Boote, vor dem Hintergrund der maßlosen Überfüllung und geführt von unmoralischen Schleppern, zumeist ohnehin zum Sinken verurteilt sind, liegt es in unserer menschlichen Verpflichtung Rettung zu leisten. Auf dem Mittelmeer befinden sich aktuell keine Seenotretter die im Auftrag der europäischen Regierung agieren, sondern lediglich, durch private Spenden finanzierte, Organisationen. In den letzten Monaten wurden durch Beschlagnahmungen immer mehr zivile Schiffe daran gehindert, zur Seenotrettung auszufahren, während gleichzeitig der unerträgliche Versuch läuft, diese Lebensretter*innen zu kriminalisieren. Unter dem Vorwand einer möglichen Abschreckung und aus politischem Kalkül heraus wird der Tod von Menschen billigend in Kauf genommen oder ihnen wird humanitäre Hilfe verweigert. Selbst nach erfolgreicher Rettung, müssen sie (Männer, Frauen und Kinder) tagelang auf dem Meer ausharren, da ihnen das Anlegen in einem Hafen nicht gestattet wird. Die daraus resultierenden Ergebnisse: Im Jahr 2016 ertranken über 5.000 Menschen im Mittelmeer. 2017 starben oder verschwanden laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 3.100 ...